Kategorie-Archiv: Veranstaltungen 2015

„Tief ist der Brunnen der Vergangenheit“

Was Freud und Jung im Keller fanden

Vortrag von Dr. Ricarda Lukas

Sigmund Freud, C. G. Jung und Co. stiegen bei der Entwicklung ihrer Vorstellungen von der menschlichen Seele tief in die Keller des Unbewussten. Was sie dort fanden – Heldenreise, Unterweltsfahrt, Götter- und Menschenkampf – gehört zu den Gründungsmythen der Tiefenpsychologie und wird bis heute kontrovers diskutiert.

 

Eintritt frei.

Das Dominikanerkloster und die Universitätskirche St. Pauli zu Leipzig

Gesprächsrunde anlässlich der Buchneuerscheinung „Geschichte im Wandel. Das Dominikanerkloster und die Universitätskirche St. Pauli zu Leipzig“

mit Pater Josef kleine Bornhorst OP (Prior des Leipziger Dominikanerklosters St. Albert/Wahren), Christoph Sorger und Constance Timm

Die Sprengung der Universitätskirche St. Pauli im Jahr 1968 hat sowohl bei den Zeitgenossen als auch innerhalb der Leipziger Stadt- und Universitätsgeschichte tiefe Wunden geschlagen. Ausgehend von dieser Traumatisierung, die bis heute anhält, will die Gesprächsrunde das historische Gesamtbild der Kirche im Spannungsfeld von Mittelalter und Moderne sowie Erinnern und Vergessen näher beleuchten.

Eintritt: 3 €/ 2 €

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der edition vulcanus beim Arbeitskreis für Vergleichende Mythologie e. V. und dem Kuratorium Haus des Buches e. V.

Günter Gentsch: Wie es zur Gründung der Mark Brandenburg kam

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Sagenüberlieferungen und geschichtliche Wirklichkeit

Lesung und Gespräch mit Günter Gentsch

Moderation: Christoph Sorger

Im Wandel der Zeiten – nicht zuletzt auch durch die berühmte Sagenversion Theodor Fontanes – ist die weit in die Havel hineinreichende Landzunge namens Schildhorn zu einem legendären, mit der Geburt der Mark Brandenburg verbundenen Ort geworden. Hauptakteure des Sagengeschehens sind dabei der Askanier Albrecht der Bär und der Slawenfürst Jacza von Köpenick. In seinen literarischen Betrachtungen wirft der Autor ein Schlaglicht auf die durchaus vielsagenden Kontraste zwischen Sagenüberlieferung und geschichtlicher Realität.

Eintritt: 3 €/ 2 €

Eine Veranstaltung gefördert durch das Kulturamt Leipzig und das Kuratorium Haus des Buches e. V.

Buchpremiere der edition vulcanus: Geschichte im Wandel

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Die „edition vulcanus“ präsentiert ihre aktuelle Publikation im Rahmen von „1000 Jahre Leipzig“

Geschichte im Wandel. Das Dominikanerkloster und die Universitätskirche St. Pauli zu Leipzig

Lesung und Gespräch mit Constance Timm

Moderation: Günter Gentsch

Die Sprengung der Universitätskirche St. Pauli im Jahr 1968 hat sowohl bei den Zeitgenossen als auch innerhalb der Leipziger Stadt- und Universitätsgeschichte tiefe Wunden geschlagen. Ausgehend von dieser Traumatisierung, die bis heute anhält, begibt sich die Autorin, Constance Timm, in ihrem Sachbuch auf Spurensuche. Von der Betrachtung der geschichtlichen Quellen und von St. Pauli als Teil des Leipziger Dominikanerklosters über die Veränderungen in Reformation und Aufklärung bis hin zur Begräbnis- und Baugeschichte wird der Wandel der sakralen Kirche zum modernen Universitätsbau dargestellt. Grundlegend dabei ist die Frage, auf welche Weise Geschichte erinnert, sich wandelt und auch vergessen werden kann.

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der „edition vulcanus“ und der Universitätsbuchhandlung Leipzig im Rahmen des Lesefestivals 19. Leipziger Literarischer Herbst.

 Eintritt: frei.

Günter Gentsch: Zwischenfälle der Geschichte

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Drei Erzählungen aus dem alten Frankreich

Lesung mit Günter Gentsch

Drei historische Orte – die frühere royale Residenz Versailles mit ihrem zu Allmachtsträumen einladenden Spiegelsaal, das turmbewehrte Loire-Schloss Chaumont und ein altes herrschaftliches Pariser Stadthaus – bilden die Schauplätze für die zum Mythos gewordenen Geschichten jäher politischer und menschlicher Schicksalswendungen in französischen Landen, aber auch einer geheimnisvollen Liebesverstrickung. Nicht selten in ein magisches Licht getaucht, lassen die Erzählungen Fixpunkte französischer Historie von den Zeiten einer Katharina von Medici über die des Sonnenkönigs Ludwigs XIV. bis in unsere Tage wiedererstehen. Eine Historie, geprägt auch vom deutschen Gegen- und Miteinander mit unserem Nachbarn.

Eine Gemeinschaftsveranstaltung des Arbeitskreises für vergleichende Mythologie e.V. und der Hieronymus-Lotter-Gesellschaft e.V. anlässlich des 19. Leipziger literarischen Herbstes.

Der Eintritt ist frei.

Volker Ebersbach: Roms Gründungsmythen und die Folgen

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Vortrag und Gespräch mit Dr. Volker Ebersbach

Roms Gründungsmythen scheinen schon Andeutungen über den Charakter, die Rolle und die Schicksale dieser Stadt und ihres Weltreiches zu enthalten.
Mehrmals musste Rom sich neu erfinden, und es gibt nicht nur ein „zweites“ und ein „drittes“. Volker Ebersbach erzählt darüber hinaus in seinem Vortrag, welche Auswirkungen der Mythos Rom auf die kulturelle und politische Weltgeschichte bis heute hat.

Eine Gemeinschaftsveranstaltung vom Arbeitskreis für Vergleichende Mythologie e. V. und dem Referat Internationale Zusammenarbeit der Stadt Leipzig.

Der Eintritt ist frei.

Christoph Sorger: Schwellenzeiten.Clemens Brentanos Drama „Die Gründung Prags“ oder Was man aus einem Mythos machen kann

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Libussa, Fürstin der nach Böhmen eingewanderten Tschechen, erwählt sich auf Drängen ihres Volkes einen Gatten, der die erste tschechische Herrscherdynastie begründet, und bestimmt in visionärer Schau den Ort der künftigen Hauptstadt. Dort, wo Zimmerleute gerade eine Schwelle (tschech. „prah“) zimmern, soll die Stadt Praha (Prag) gegründet werden. Brentanos 1812 bis 1814 entstandene Drama paraphrasiert das in diesem Gründungsmythos enthaltene Motiv der Schwelle auf vielfache Weise. Es ist ebenso Dokument einer romantischen Geschichtskonzeption wie es ein Reflex seiner Entstehungszeit ist. Und es steht am Beginn einer tiefgreifenden Wende des Dichters Clemens Brentano.

In seinem Vortrag geht Christoph Sorger diesen Aspekten nach.

Moderation: Dr. Günter Gentsch

Eintritt frei

Wotan wartet auf Wagner

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Szenische Lesung mit Reiner Tetzner als Wotan und Antje Hampe als Wagners Lieblingsschwester Rosalie
Am Klavier: Sibylle Stier

Wotan hat Richard Wagner zu einem Gespräch in Leipzig bestellt. Statt dessen erscheint seine schöne Lieblingsschwester Rosalie. Sie verteidigt nicht nur ihren Bruder, sondern greift auch die Zwiespältigkeit des Germanengottes an. Der findet Gefallen an Rosalie. Was geschieht mit beiden, wenn Wagner doch kommt?

Veranstaltung vom Arbeitskreis für Vergleichende Mythologie e.V. und dem Biergarten mit Gingkobaum