Veranstaltungen

Literarische Gespräche: "Lasst alle Hoffnung fahren?" - Warum es sich lohnt Dante zu lesen

3. Dezember 2021

19.30 Uhr – Haus des Buches Leipzig (Literaturcafé)

Literarisches Gespräch mit Dr. Constance Timm (Leipzig) und Leonhard Lietz (Düsseldorf)

Moderation: Elmar Schenkel

Dass die Göttliche Komödie des italienischen Dichters Dante Alighieri eines der größten Werke der Weltliteratur ist, daran besteht kein Zweifel. Die Jenseitsreise Dantes, der in Begleitung des römischen Dichters Vergil durch Hölle, Fegefeuer und schließlich hinauf ins Paradies geführt wird, gehört zum großen Literaturkanon. Die Göttliche Komödie entstand während der Jahre seines politischen Exils und wurde wahrscheinlich um 1307 begonnen und erst kurze Zeit vor seinem Tod 1321 vollendet. Dantes abenteuerlicher Roadtrip inspiriert bis heute Generationen von Künstlern, Dichtern und Denkern zu neuen Werken und beeinflusst damit die internationale Kulturlandschaft.

Anlässlich des Dante-Jahres 2021 stellen Dr. Constance Timm (Leipzig) und Leonhard Lietz (Düsseldorf) vom Arbeitskreis für Vergleichende Mythologie Auszüge der Göttlichen Komödie im Rahmen eines literarischen Gesprächs vor und diskutieren die Frage, warum Dante bis heute zu den wichtigsten Autoren gehört, die man gelesen haben sollte.

Constance Timm, Historikerin, Schwerpunkte mediävistische und moderne Erinnerungskultur, Mythenrezeption sowie vergleichende Kultur- und Literaturgeschichte.

Leonhard Lietz, Historiker und Germanist, Schwerpunkte vergleichende Kultur- und Literatur-geschichte, Magiestudien sowie kulturhistorische Studien von Edelsteinen und Bergmannssagen.

Eintritt: 5 EUR/4 EUR ermäßigt

Anmeldungen unter: info@vergleichende-mythologie.de

Es gelten die aktuellen Hygienebestimmungen des Literaturhauses Leipzig.

Eine Veranstaltung des Arbeitskreises für Vergleichende Mythologie e. V. anlässlich des Dante-Jahres 2021. Gefördert vom Kulturamt Leipzig.

Imaginäre Welten und ihre Bewohner - Ehrenlesung anlässlich des 85. Geburtstags von Dr. Reiner Tetzner

18. November 2021

19.30 Uhr – Haus des Buches Leipzig (Literaturcafé)

Lesung und Podiumsdiskussion mit Birgit Scheps-Bretschneider, Christoph Sorger und Maren Uhlig

Moderation: Elmar Schenkel

Dr. Reiner Tetzner hat mit seinem schriftstellerischen Werk weite imaginäre Räume durchmessen, von Niflheim im eisigen Norden der mythischen Vorstellungskraft bis zum Land der Phaiaken, der letzten Station des Odysseus auf seiner Irrfahrt im fabelhaften Nirgendwo mediterraner Imagination. Seine Nacherzählungen germanischer und griechischer Götter und Heldengeschichten sind Longseller und inzwischen in viele Sprachen übersetzt. Der von ihm gegründete und viele Jahre geleitete Arbeitskreis für Vergleichende Mythologie erforscht auf seine Anregung hin weitere literarisch-phantastische Räume und ihre Bewohner.

Zu Reiner Tetzners Ehren stellen drei Mitglieder des Arbeitskreises beispielhaft die Spannweite dieser Erkundungen zur Diskussion. Maren Uhlig beleuchtet unter dem Titel „Die Grenzen Phantasiens“ Michael Endes Kinderbuchklassiker “Die unendliche Geschichte” als Beispiel narrativer Geografie. Birgit Scheps-Bretschneider stellt mit Ransom Riggs’ „Die Insel der besonderen Kinder“ eine imaginäre Welt vor, die, mit ihren seltsamen Bewohnern in einer Zeitschleife gefangen, ihre Existenz nur mit menschlicher Hilfe retten kann. Christoph Sorger liest die Erzählung „David Brodies Bericht“ des argentinischen Schriftstellers Jorge Luis Borges, deren fiktionale Ethnologie unserer Welt einen schmerzhaft verformenden Zerrspiegel vorhält.

Dr. Birgit Scheps-Bretschneider, Jahrgang 1959, Ethnologin und Autorin, diverse wissenschaftliche und belletristische Publikationen.

Christoph Sorger, Jahrgang 1953, Autor und Übersetzer, Publikationen zu Mythologie, Literatur und bildender Kunst.

Maren Uhlig, Jahrgang 1982, Lehrerin, diverse Publikationen zu kultur- und
kunstgeschichtlichen Themen.
 
Eintritt: 5 EUR / 4 EUR ermäßigt
 
Anmeldungen unter: info@vergleichende-mythologie.de
 
Es gelten die Hygienebestimmungen des Literaturhauses Leipzig.
 
Eine Veranstaltung des Arbeitskreises für Vergleichende Mythologie e. V. Gefördert vom
Kulturamt Leipzig.

Literarische Gespräche: „Nie sah ich einen, lässiger als er“ – Warum es sich lohnt Dante zu lesen

17. November 2021

18 Uhr – Budde-Haus (Lützowstr. 19, 04157 Leipzig)

Literarisches Gespräch mit Constance Timm (Leipzig) und Leonhard Lietz (Düsseldorf)

Moderation: Elmar Schenkel

„Mir komme die Hölle ganz abscheulich vor, das Fegefeuer zweideutig und das Paradies langweilig,“, urteilte der große Dichter Goethe über Dante Alighieris Meisterwerk die “Göttliche Komödie”. Das Dante (1265-1321) mit der Göttlichen Komödie das Italienische zu einer Literatursprache erhob, sah der Schöpfer des Faust nicht. Nicht umsonst gilt der berühmteste Dichter des Italienischen bis heute als einer der bedeutendsten Dichter des europäischen Mittelalters, der ganz nebenbei zeigt, dass in der Hölle durchaus auch Witz und Weisheit zu finden sind und im Himmel manchmal die Hölle los ist.

Anlässlich des Dante-Jahres 2021 stellen Constance Timm (Leipzig) und Leonhard Lietz (Düsseldorf) vom Arbeitskreis für Vergleichende Mythologie die Göttliche Komödie im Rahmen eines literarischen Gesprächs vor und diskutieren die Frage, warum Dante bis heute zu den wichtigsten Autoren gehört, die man gelesen haben sollte.

Constance Timm, Historikerin mit den Schwerpunkten mediävistische und moderne Erinnerungskultur, Mythenrezeption sowie vergleichende Kultur- und Literaturgeschichte.

Leonhard Lietz, Historiker und Germanist, Schwerpunkte vergleichende Kultur- und Literaturgeschichte, Magiestudien sowie kulturhistorische Studien von Edelsteinen und Bergmannssagen.

Eintritt: 5 EUR/4 EUR ermäßigt

Anmeldungen unter: info@vergleichende-mythologie.de

Es gelten die aktuellen Hygienebestimmungen des Budde-Hauses.

Eine Veranstaltung des Arbeitskreises für Vergleichende Mythologie e. V. anlässlich des Dante-Jahres 2021. Gefördert vom Kulturamt Leipzig.

Spuk in der Villa - Wo das Grauen zu Hause ist

31. Oktober 2021 

19 Uhr – Budde-Haus (Lützowstr. 19, 04157 Leipzig)

Lesung zu Halloween

Alle Jahre wieder … ist es Zeit sich zu gruseln

Zum diesjährigen Halloween-Leseabend sind wir spukig-literarisch in Gebäuden, Gemäuern und Schlössern unterwegs. Mit Edgar Allan Poe erleben wir, wie es ist, „Lebendig begraben“ zu sein. Bei Gustav Meyrink reisen wir zum „Geheimnis des Schlosses Hathaway“ und von Dino Buzzati erfahren wir, dass ein Haus eingestürzt ist und sich dabei allerlei Unheimlichkeiten zeigen. Zudem durchstreifen wir das Reich der Märchen, die uns in so manch harmlos erscheinendem Hause den Atem stocken lassen.
Seien Sie also herzlich eingeladen zum Spuk in der Villa.

Es lesen Birgit Scheps-Bretschneider, Elmar Schenkel, Christoph Sorger, Constance Timm und Maren Uhlig.

Durch den Abend führt Isabel Bendt.

Eintritt: 6 EUR/ 5 EUR ermäßigt

Anmeldungen unter info@vergleichende-mythologie.de 

Es gelten die aktuellen Hygiene-Bestimmungen des Budde-Hauses.

Eine Veranstaltung des Arbeitskreises für Vergleichende Mythologie e. V. in Kooperation mit dem Budde-Haus. Gefördert vom Kulturamt Leipzig.

+++ Achtung ++ Der Mythen-Tag 2021 findet im Gohliser Schlösschen statt ++ Achtung +++

2. Leipziger Mythen-Tag: Reisen in "Imaginäre" Welten

9. Oktober 2021

9.30 Uhr – 17 Uhr (Gohliser Schlösschen, Menckestr. 23, 04155 Leipzig)

Unser diesjähriger Mythen-Tag verschlägt uns in die Welt des Irrealen, des Traumhaften, des Fiktiven, des Jenseitigen, des Unwirklichen, kurzum, des Imaginären. Seit jeher hat es die Menschen begleitet und die Fantasie beflügelt. Wir laden Sie ein, mit uns auf eine Reise ins “Andere” zu gehen, das sich u. a. in Kulturgeschichte, Kunst, Ethnologie, Mythologie und natürlich in der Literatur ausdrückt. 

Nähere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden Sie hier

Besuch in der Hölle: Dantes Göttliche Komödie

23. September 2021

19.30 Uhr – Haus des Buches (Literaturcafé)

Lesung und Buchvorstellung mit der Romanistin Franziska Meier (Göttingen)

Moderation: Elmar Schenkel

Mehr als die Bibel hat Dantes Göttliche Komödie unsere Vorstellung von Hölle und Paradies geprägt. Wie konnte ein Werk italienischer Sprache aus dem 14. Jahrhundert, das schon Zeitgenossen nur mit Hilfe von Kommentaren entschlüsselten, ein globales Kulturgut werden? Wie gelangte etwa Dantes Herrscher der Hölle, Luzifer, in japanische Manga? Die Romanistin Franziska Meier folgt der verschlungenen Geschichte dieses Jahrtausendbuchs, an dessen Ruhm nur Homers Odyssee und Shakespeares Dramen heranreichen.

Wie kommt es, dass ein 700 Jahre altes Buch so vielen Menschen ein Begriff ist, obwohl es nur die wenigsten gelesen haben? Auch Bücher haben ein mitunter langes Leben. Der Erfolg der Göttlichen Komödie allerdings war und ist im höchsten Maße unwahrscheinlich. Dantes Dichtung ist im Grunde unübersetzbar, dennoch liegt die Commedia inzwischen selbst in den entlegensten Sprachen vor. Szenen und Bilder des noch ganz dem mittelalterlichen Weltbild entstammenden Werkes, namentlich der Besuch in der Hölle, wurden immer wieder umgedeutet und so kreativ weitergesponnen, dass vom Original manchmal wenig übrigblieb. Für Europa wurde dieses Jahrtausendbuch zur Blaupause. Und Dichtern aus früheren Kolonien diente das im Exil verfasste Werk als Modell, um über das ihnen zugefügte Leid zu schreiben. Franziska Meier geht den überraschenden Lebensspuren der Commedia nach, die sie um die ganze Welt führen.   

Franziska Meier ist Professorin für Romanische Literaturwissenschaft und Komparatistik an der Georg-August-Universität Göttingen und Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.

Eintritt: 5 €/4€ ermäßigt

Eine Veranstaltung des Arbeitskreises für Vergleichende Mythologie e. V. Gefördert vom Kulturamt Leipzig.

Anmeldungen sind ab 25. August 2021 per E-Mail unter info@vergleichende-mythologie.de möglich. Es gelten die aktuellen Corona-Regelungen des Literaturhauses: www.literaturhaus-leipzig.de

Auf San Borondón

14. September 2021

19.30 Uhr – Haus des Buches Leipzig (Literaturcafé)

Manuskriptlesung mit Jörg Jacob

Moderation: Elmar Schenkel

Schauplatz einer neuen Erzählung des Leipziger Autors Jörg Jacob ist die mythische Insel San Brondón. Auf der mysteriösen achten Insel der Kanarengruppe sollen – laut dem britischen Naturforscher Edward Harvey – u.a. die erstaunlichsten Tiere leben, genannt seien der eidechsenähnliche “Draco Telli” und der Flugsaurier “Regina Raptoris”.

Hier treffen in Jacobs Erzählung die beiden Freunde Alder und Jablonski aufeinander und erleben diverse Abentuer. Was als Komödie beginnt, entwickelt sich zu einer Auseinandersetzung von existentieller Bedrohung.

Jörg Jacob, geb. 1964, lebt als freier Autor in Leipzig. Studium am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. 2006 legte er mit dem Roman “Das Vineta-Riff” sein Debüt vor. Seitdem sind zahlreiche Bände mit Erzählungen und Kurzprosa erschienen. So zuletzt die Bände “Godot gießt nach/Der Tod will leben” und “Nirwana”, beide in der Connewitzer Verlagsbuchhandlung Leipzig, 2019.

Eintritt: 5 €/ 4€ ermäßigt

Eine Veranstaltung des Arbeitskreises für Vergleichende Mythologie e. V. Gefördert vom Kulturamt Leipzig.

Anmeldungen sind ab 15. August 2021 per E-Mail unter info@vergleichende-mythologie.de möglich. Es gelten die aktuellen Corona-Regelungen des Literaturhauses: www.literaturhaus-leipzig.de

Unterwegs nach Xanadu - Begegnungen zwischen Ost und West

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22. Juni 2021

19.30 Uhr – Haus des Buches Leipzig (Garten)

Buchpremiere und Lesung mit Elmar Schenkel

Moderation: Constance Timm

Was haben The Beatles mit Arthur Schopenhauer und Julia Kristeva gemeinsam? Was verbindet Hermann Hesse mit C.G. Jung, Annie Besant oder Victor Segalen? Egal ob auf der Suche nach Inspiration, spiritueller Erleuchtung, wissenschaftlicher Erkenntnis oder aus schlichter Neugier, die Faszination für den Fernen Osten eint sie alle auf die eine oder andere Weise. Ebenso sind umgekehrt die Besuche Rabindranath Tagores und des Grafen Kuki Shuzos oder die Iwakura-Mission im Westen Bekenntnisse eines gegenseitigen Interesses.

Auch in seinem neuen Buch widmet sich der Literaturwissenschaftler Elmar Schenkel den Berührungspunkten und Verbindungen zweier Welten. »Unterwegs nach Xanadu« nimmt er seine Leser*innen mit auf eine spannende und anregende Entdeckungsreise durch die Geschichte des kulturellen Austauschs des Westens mit Ost- und Südostasien. Schenkel erkundet diese Begegnungen in stimmungsvoll erzählten Episoden als Teil einer wechselseitigen Kulturgeschichte, die bis zurück in das 13. Jahrhundert und weiter reicht. Von Yoga über Haikus bis Zen, Schenkel zeigt auf, dass die Begegnungen von Osten und Westen neben Momenten der Bewunderung und der Befremdung auch durch die Bereitschaft voneinander zu lernen geprägt sind.

Wir freuen uns auf einen spannenden Start in unser Jahresthema “Imaginäre Welten”,  vor allem aber darauf wieder vor und mit Publikum lesen, vortragen und diskutieren zu können!

Anmeldungen zur Veranstaltung sind ab 1. Juni 2021 ausschließlich per E-Mail unter info@vergleichende-mythologie.de möglich. Voraussetzungen für den Besuch der Veranstaltung sind neben der Anmeldung bis auf weiteres ein tagesaktueller Negativtest (aus einem offiziellen Testzentrum oder einer Arztpraxis) bzw. Impfnachweis sowie das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. Änderungen werden an dieser Stelle bekannt gegeben.

Eintritt: 4 €/ 3 € ermäßigt

Eine Veranstaltung des Arbeitskreises für Vergleichende Mythologie e. V. Gefördert vom Kulturamt Leipzig.

Imaginäre Welten - Reisen ins "Andere", Reisen ins Ich

+++ Abgesagt aufgrund der aktuellen Corona-Entwicklungen +++

25. März 2021

19:30 Uhr – Haus des Buches Leipzig (Literaturcafé)

Podiumsdiskussion zur Einführung des Jahresthemas

Mit Constance Timm, Christoph Sorger und Elmar Schenkel

 

Mehr denn je sind wir auf imaginäre Welten angewiesen in einer Zeit, in der uns der Zutritt zur Wirklichkeit weitgehend untersagt ist. Imaginäre Welten oder virtuelle Räume sind jedoch keine Erfindung der Gegenwart. Am 25. März beginnt offiziell das Dante-Jahr (700. Todestag im September 2021). Der italienische Dichter und Visionär ist auch für den Arbeitskreis für Vergleichende Mythologie Wegweiser durch eine schwierige Zeit. In dieser Eröffnungsveranstaltung wollen wir Themen der Imagination aufgreifen anhand von Dantes Unterweltfahrt und seiner kosmischen Reise und werden uns der Antike (Odyssee) ebenso zuwenden wie zeitgenössischen imaginären Welten in der Literatur und den Reisen dorthin (Science Fiction, Fantasy).

Dabei spielen immer auch die Fragen eine Rolle: Was verbinden wir heute mit »Imaginären Welten«? Wie stellten und stellen sich Kulturen und Gesellschaften das Jenseitige und »Andere« vor? Und welche Rolle spielt dabei das Ich?

Eintritt: 4,- / 3,- EUR. Anmeldung unter info@vergleichende-mythologie.de

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation und vorbehaltlich der Entscheidungen der sächsischen Staatskanzlei sind Voranmeldungen ab 20. März 2021 per E-Mail möglich. 

Beim Besuch der Veranstaltung ist ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Eine Veranstaltung des Arbeitskreises für Vergleichende Mythologie e. V. anlässlich des 26-jährigen Vereinsbestehens. Gefördert vom Kulturamt Leipzig.