Zum Abschied vom Jahr der Schlange: eine chinesische White Lady Legende

In kaum einem anderen Land der Erde überlagern sich die ältesten Kultur(ge)schichten der Menschheit mit den allerneusten High-Tech-Fantasien auf so abenteuerlich synchrone Weise wie in China. Die Stadt Hangzhou in der Provinz Zhejiang ist das beste Beispiel: hier residiert der Gründer des Milliarden-Unternehmens Alibaba, Jack Ma, der auch die digitale Bezahl-App Alipay entwickelt hat, die in ganz China genutzt wird, und ohne die man hier völlig aufgeschmissen ist. Über Hangzhou liegt jedoch noch ein viel älterer Zauber, der schon Marco Polo ergriff, und der mit einer alten Legende zu tun hat, die in ganz China bekannt ist.

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Go East 4.0 – Dao kommt nach Westen. Wege des Daoismus durch die moderne Kultur

Bertolt Brecht hatte 1938 im Exil ein Gedicht über den daoistischen Meister Lao Tse geschrieben, der selbst nach Westen gezogen sein soll: „Legende von der Entstehung des Buches Taoteking auf dem Weg des Laotse in die Emigration“. Auf dem Weg wurde der Meister von einem Zöllner aufgehalten, der ihn bat, für ihn seine Lehre aufzuschreiben. In gewisser Weise war Laozi (oder Lao Tse) tatsächlich in den Westen geritten. Für die deutschen Emigranten in der Nazizeit war dieses Gedicht ein Signal, ein Trost. Wie ein Lauffeuer ging es durch die Lager der Flüchtenden, wie Hannah Arendt schrieb. Es deutet auch auf eine längere Beschäftigung nicht nur Brechts mit dem Daoismus und China überhaupt hin.

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