Drachen, Löwen und geflügelte Wächter – Den Fabelwesen des antiken Mesopotamiens auf der Spur 3

Schuppen und mehr Flügel

Je nachdem für welche Richtung man sich auf dem weiteren Rundgang im Vorderasiatischen Museum entschieden hat, wurde die Aufmerksamkeit von seltsam anmutenden Wasserbewohnern oder den klassischen Fabelwesen schlechthin, den Sphingen, in Beschlag genommen. Auf einem Wasserbecken aus Assur (7. Jh. v. Chr.) sind Wassergottheiten sowie Fisch-Mensch-Wesen abgebildet. Letztere werden von den Begleittexten als Priester gedeutet, welche Fischhäute tragen, um Reinigungsrituale zu vollziehen. Wasser spielte im alten Mesopotamien eine zentrale Rolle. Ohne Regen oder die Fluten von Euphrat und Tigris wären weder Fruchtbarkeit noch Landwirtschaft und damit auch keine Zivilisation und Kultur möglich gewesen.

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Vergessene Götter: Die Königin der Nacht

Im Juli dieses Jahres war es im Botanischen Garten Leipzig wieder soweit: Für wenige Stunden öffnete die ursprünglich in der Karibik heimische Selenicereus grandiflorus aus der Familie der Kakteengewächse ihre etwa dreißig Zentimeter großen Blüten. Das Schauspiel ereignet sich gewöhnlich zwischen Juni und August (was jedoch abhängig ist von Blüte zu Blüte) und innerhalb einer bestimmten Zeitspanne, vom frühen Abend bis zum Morgengrauen des nächsten Tages. Aus diesem Grund ist die Selenicereus grandiflorus auch als die „Queen of Night“, die Königin der Nacht, bekannt und das Ereignis, wenn die Knospen ihr Geheimnis preisgeben, ist nicht nur für eingefleischte Botaniker ein außergewöhnliches Spektakel.

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Von Ende und Anfang: Mythische Gedanken zum Osterfest

Der Tod und die Auferstehung liegen nah beinander. Nachdem am Montag die Bilder der brennenden, nicht erst durch Victor Hugos Roman bekannten Kathedrale von Notre-Dame de Paris um die Welt gingen, deren steinernes Skelett – glaubt man den Berichten – beinahe nicht hätte gerettet werden können, wächst nun von Tag zu Tag die Hoffnung auf einen raschen Wiederaufbau. In fünf Jahren soll die Rekonstruktion abgeschlossen sein, geht es nach dem Willen der Offiziellen; Jahrzehnte wird es mindestens brauchen, dämpfen Experten die von Schock und Fassungslosigkeit überlagerte Euphorie. Wie lange die Erneuerung tatsächlich dauert, wird wieder einmal die Zeit zeigen. Es entbehrt allerdings nicht der Tragik, bedenkt man, dass das Unglück ausgerechnet vor Ostern, dem wichtigsten Fest der Christenheit, seinen Lauf genommen hat.

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