Manggus und die Geschichte von Galav: Eine Ausstellung der mongolischen Künstlerin Javkhlan Ariunbold im Kallmann-Museum

Im Kallmann-Museum in Ismaning bei München ist noch bis zum 21. Juni die Ausstellung „Manggus“ der mongolischen Künstlerin Javkhlan Ariunbold zu sehen. Die im Jahr 1990 in Ulaanbaatar geborene Künstlerin lebt und arbeitet in Köln und Ulaanbaatar und ist Gewinnerin des Kallmann-Preises für zeitgenössische figurative Kunst. Die Ausstellung soll hier besprochen werden, weil sie von Mythen handelt, und weil sie damit in der modernen und zeitgenössischen Kunst, die sich u.a. über ihre Abkehr vom mythenreichen 19. Jahrhundert definiert, eine Ausnahmeerscheinung darstellt. Hier geht es konkret um den weitgehend unbekannten Mythenschatz der Mongolei, mit dem uns Ariunbold auch an die Beseeltheit der Natur erinnert.

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Es lebe der Mythos!? – Drei aktuelle Positionen, die an das verbindungsstiftende Potential von Mythen erinnern

Märchen sind Weiber- und Kinderkram, Mythen sind für Primitive, alles ist rückständig und vom Logos zu überwinden – so oder ähnlich ließe sich, grob gesagt, das Mythen-Verständnis der Moderne zusammenfassen. Schon Adorno machte allerdings darauf aufmerksam, dass auch die mythenbefreite Weltanschauung der Aufklärung nicht umhinkommt, wieder neue Mythen zu generieren. Und die moderne Literatur hat sich reichlich aus den Mythen der Vormoderne bedient, sie jedoch zu Bricolages und Rewritings weiterverarbeitet, die noch in der Postmoderne dafür gefeiert werden, dass sie jeglicher Sinnstiftung den Boden entziehen.

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Zum Abschied vom Jahr der Schlange: eine chinesische White Lady Legende

In kaum einem anderen Land der Erde überlagern sich die ältesten Kultur(ge)schichten der Menschheit mit den allerneusten High-Tech-Fantasien auf so abenteuerlich synchrone Weise wie in China. Die Stadt Hangzhou in der Provinz Zhejiang ist das beste Beispiel: hier residiert der Gründer des Milliarden-Unternehmens Alibaba, Jack Ma, der auch die digitale Bezahl-App Alipay entwickelt hat, die in ganz China genutzt wird, und ohne die man hier völlig aufgeschmissen ist. Über Hangzhou liegt jedoch noch ein viel älterer Zauber, der schon Marco Polo ergriff, und der mit einer alten Legende zu tun hat, die in ganz China bekannt ist.

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