Streit um Babel-Bibel, oder: Was man mit einem Mythos machen kann

In den Jahren 1902 bis etwa 1904 tobte ein Streit, der, wie einer seiner Protagonisten mit leichter Übertreibung rückblickend feststellte, die Gebildeten von Kalkutta bis Kalifornien und von Norwegen bis Kapstadt sowie in Deutschland breite Volksmassen erregte (Lehmann, S. 52). Ausgelöst worden war er von dem international renommierten Assyriologen Friedrich Delitzsch (1850 – 1922), Professor für Orientalische Philologie an der Friedrich-Wilhelms-Universität (heute: Humboldt-Universität) zu Berlin und Direktor der Vorderasiatischen Abteilung der Berliner Museen, die später Teil des Pergamonmuseums werden sollte.

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Maria Magdalena – Heilige, Hure, Apostelin der Apostel

Sie stammte aus Magdala (hebräisch: Migdal), einer Stadt nahe des Sees Genezareth, war eine enge Vertraute von Jesus und ist eine biblische Figur, die ihresgleichen sucht. Neben anderen Frauen aus der Gefolgschaft Jesu blieb sie bei ihm bis zum Ende. Sie war eine der wichtigsten Zeugen der Auferstehung und trug die Botschaft zu den männlichen Jüngern. Die Rede ist von Maria Magdalena und ihre Geschichte ist vielschichtig, steinig und turbulent.

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Verbotene Früchte

Es ist wohl die bekannteste Geschichte um Verbot, Verführung und Vertrauensbruch des christlichen Abendlandes: Von allen Bäumen im Garten Eden durften Adam und Eva essen, außer von einem. Der “Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen” (1. Mose, 2:9) wird er genannt. Auf Einflüsterung der Schlange pflückt Eva aber doch eine Frucht von seinen Zweigen und teilt sie mit ihrem Mann, worauf das Menschenpaar des Paradieses verwiesen und die Erbsünde über die Menschheit gebracht wird.

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