Zwischen Herzbestattung, Greif und Kaiser-Mythos: Unterwegs im (zeitweise) „berühmtesten Wohnsitz des Reiches“

„Wir leben in einer bedeutungsschweren Zeit: tausendjährige Dome werden abgebrochen und Kaiserstühle in die Rumpelkammer geworfen.“ (Heinrich Heine, Die Harzreise)

Erleichtert bin ich schon, dass mich bei der Ankunft in Goslar keine Abrissbagger begrüßen; UNESCO-Welterbe sei Dank. Sowohl die Altstadt, das ehemalige Erzbergwerk Rammelsberg (als einziges Bergwerk weltweit über 1000 Jahre in Betrieb) sowie die Oberharzer Wasserwirtschaft stehen seit 1992/2010 unter besonderem kulturellem Schutz. Und läuft man vom Bahnhof den kurzen Weg bis zur romanischen Neuwerkkirche mit ihrem zugehörigen Garten, ist man schon mittendrin im Geflecht der Fachwerkhäuser und Straßen. Zum Vergleich: Im ca. 56 km entfernten Halberstadt (beide Orte liegen geographisch fast auf einer Linie) hat der Gang zum Dom für Zuganreisende eher etwas wallfahrerisches mit einer guten halben Stunde Laufzeit.

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