Was ist Liebe? – Eine mythische und literarische Einführung

Wenn wir von Liebe sprechen, verbinden wir mit ihr das intensive Gefühl von Zuneigung, Geborgenheit, Aufgehobensein, Verbundenheit, das sich im menschlich-emotionalen Erklärungskanon nicht mehr steigern lässt. „Es ist was es ist sagt die Liebe“ in Erich Fried’s (1921-1988) bekanntem Gedicht und würde man eintausend Menschen darüber befragen, würde man wohl eintausend verschiedene Antworten erhalten. Denn Liebe ist nicht nur der romantische Höhepunkt jeder Paarbeziehung, so wie sie in Medien, Dichtung, Romanen, Liedern oder Kunst im Regelfall proklamiert wird. Liebe kann sich auch auf Gruppen beziehen, auf die Familie, Geschwister, Freunde, zu Tieren, Natur etc. Es gibt kein Limit für Liebe.

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Die Poesie des „Nevermore“ – Edgar Allan Poes dunkle Romantik

„Once upon a midnight dreary, while I pondered, weak and weary,
Over many a quaint and curious volume of forgotten lore,
While I nodded, nearly napping, suddenly there came a tapping,
As of some one gently rapping, rapping at my chamber door.
‚‘Tis some visitor,‘ I muttered, ‚tapping at my chamber door –
Only this, and nothing more.‘“

(Edgar Allan Poe, „The Raven“)

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Lügen, Tricks und Todesschüsse. Odysseus, der etwas andere Held

Trickster sind eine paradoxe Sippschaft. Mythische Wesen, die irgendwie Götter sind, andererseits aber auch wieder außerhalb der Götterwelt stehen, die in Menschen- und Tiergestalt auftreten, aber auch ihre Erscheinungsform ändern können. (Mit-)Schöpfer und Ruhestörer, Kulturbringer und Feinde jeder Ordnung, Schelme und Schurken, hilfreich und zugleich gefährlich, klug bis zur äußersten Raffinesse und dann wieder so überschlau, dass sie über die eigenen Füße stolpern und am Ende als betrogene Betrüger dastehen. Im späten 19. Jahrhundert sind sie als Typus in den Mythologien nordamerikanischer Indianervölker sozusagen entdeckt worden und haben ihre Bezeichnung erhalten: „Trickster“, was im Englischen Schwindler, Gauner, Schelm usw. bedeutet. Seitdem haben sich Ethnologen und Religionswissenschaftler bemüht, sie zu klassifizieren und zu definieren. Mit dem Ergebnis, dass sie in keine Kategorie passen. Dafür aber hat man auch in den überlieferten Vorstellungswelten anderer Kontinente mehr und mehr Trickster-Figuren ausfindig gemacht – auch außerhalb rein mythologischer Kontexte. Es handelt sich also um ein universales Phänomen von außerordentlicher Bandbreite. Der Arbeitskreis für Vergleichende Mythologie hat diesem unter dem Titel „Schöpfer, Schelm und Schurke – Der Trickster im mythologischen Zwielicht“ (2018) eine eigene Publikation gewidmet.

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Feuer der Götter: Vulkane und ihre Mythen

Erneut rumort es im Mongibello (gelegen zwischen den sizilianischen Städten Messina und Catania), den die meisten von uns als Ätna kennen. Seit Weihnachten spuckt der aktivste Vulkan Europas Asche und Lava. Experten prognostizieren gar das Bevorstehen eines größeren Ausbruchs. Erdbeben, Flugausfälle, Evakuierungen. Viele erinnern sich vielleicht noch an das Spektakel von 2010. Damals war es der Eyjafjallajökull an der Südküste von Island, der mit seinen Eruptionen vor allem die Geduld der Flugreisenden strapazierte. Im Gegensatz zum Ätna liegt der Eyjafjalla weistenstgehend abseits von Städten und Siedlungen. Von einer neuen Magmakammer unter dem „Gutmütigen“ gehen die Forscher derzeit aus und in der Tat, sind spontane, exposionsartige Eruptionen am Ätna, wenn auch vorhanden, in den historischen Aufzeichnungen eher seltener Natur. Sein italienisches Pendant, der Vesus (gelegen am Golf von Neapel), hat es aufgrund seines verheerenden Ausbruchs im Jahr 79 n. Chr. (überliefert vom römischen Schriftsteller Plinius dem Jüngeren), bei dem die antiken Städte Pompeji, Herculaneum, Oplontis und Stabiae verschüttet wurden, zu wesentlich traurigerer Berühmtheit gebracht. Aus dem 12., 17. und 18. Jahrhundert sind weitere heftige Ausbrüche des Vesuvs bekannt; der zuletzt dokumentierte fand im Jahr 1944 statt.

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