Von Hausgeistern und Fabelwesen – Das Projekt „Forgotten Creatures“

Von Geistern und Fabelwesen

Hausgeister und Fabelwesen der deutschen Mythologie stehen beim Projekt Forgotten Creatures im Vordergrund. Jahrhundertelang waren Menschen der Ansicht, dass sie nicht allein auf Erden lebten. Wälder und Gebirge, aber auch die Felder und den eigenen Hof dachten sie sich von zahlreichen Fabelwesen, Natur- und Hausgeister bevölkert. Diese versuchten die Menschen entweder zu vertreiben oder als Verbündete zu gewinnen.

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Stephen Fry: Mythos – Was uns die Götter heute sagen

Mythen wollen uns nicht nur unterhalten, sondern auch erklären. Sie beruhen auf den kollektiven Erfahrungen der Menschen und sind ein Ausdruck unseres Bedürfnisses, zu verstehen, nach welchen Gesetzen und Regeln die Welt um uns herum strukturiert ist. Schöpfungsmythen und Göttersagen geben uns Menschen eine Erklärung für die Existenz allen Seins und sind ein Versuch, die Lücken im menschlichen Erfahrungshorizont mit Sinnhaftigkeit zu füllen. Es verwundert daher in keiner Weise, dass jede uns heutzutage bekannte Kultur ihre eigenen Schöpfungsmythen und Götterwelten hervorgebracht hat.

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Die Mysterien von Eleusis

„(…) heilige Bräuche, die keiner verraten, verletzen, erforschen

darf: denn heilige Scheu vor den Göttern bindet die Stimme.

Selig, wer von den irdischen Menschen je sie gesehen!

Wer aber unteilhaftig der Weihen, der findet ein andres

Schicksal, wenn er weilt im dumpfigen Dunkel.“

Mit diesen Worten wendete sich die berühmte, angeblich von Homer verfasste Demeter-Hymne an diejenigen, die sich in die berühmtesten Mysterien der Antike einweihen lassen wollten oder schon eingeweiht waren: die Teilnehmer der Mysterien von Eleusis.

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Der MYTHO-Blog gratuliert … zum 100. Geburtstag von Gisbert Kranz

Diese Woche, am 9. Februar, wäre der Privatgelehrte und Lyriker Gisbert Kranz 100 Jahre alt geworden. Der gebürtige Essener Gisbert Kranz (1921-2009) war ein kämpferischer Katholik und fromm bis in die Zehenspitzen. Aber er hatte auch etwas Ketzerisches. Die Kirche konnte er kritisieren, weil er fest im Glauben stand, gleichzeitig zeigte er sich offen für häretische und phantastische Visionen. Er war ein Kritiker des Kapitalismus wie auch des Kommunismus und glaubte an die katholische Soziallehre.

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Planet Dante. Ein Reisebericht

Je größer ein Gegenstand ist, desto subjektiver die Zugänge zu ihm. Der Gegenstand hört bei einer bestimmten Größe geradezu auf, Gegenstand, das heißt überschaubar, beschreibbar, berechenbar zu sein. Er wächst über das Vermögen des einzeln Wahrnehmenden hinaus, wie der Berg Mont Sainte Victoire bei Cézanne, der ihn immer wieder neu malen musste. Solche großen „Gegenstände“ sind Meere und Gebirge. Auch die mikrobiologischen Vorgänge gehören dazu, die sich in ihre andere Unendlichkeit verlieren: Das Kleine ist nur der Zipfel eines großen Unsichtbaren. Groß ist die Erde selbst, sodass wir nur durch den Blick aus dem Weltall sehen, wie rund sie ist. Ähnlich die Werke Shakespeares, die Bibel, Leonardo da Vinci. Wie Planeten schwingen sie um unser Bewusstsein und mehr noch um unser Unbewusstes. Auch Dantes Werk ist ein solcher Planet, möglicherweise noch der am wenigsten bekannte. In unseren Breiten ein fast unsichtbarer, der nur von Zeit zu Zeit, je nach Maßgabe des sich feiernden Dezimalsystems, das uns Jubiläen beschert, auftaucht. Einige Astronomen richten kurzzeitig ihre Fernrohre auf den Himmelskörper, echauffieren sich und diskutieren, während er schon längst wieder am Horizont verschwunden ist.

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