Mythisch Wandern: Wo geht’s denn hier zur Hölle bitte?

Wir verdanken der Literatur einige einprägsame Zitate, die jenen Ort bezeichnen, welcher bei den monotheistischen Religionen zumeist für die Finsternis (und die Pein) steht; das Christentum nennt diese Stätte Hölle, der Islam kennt sie als Dschahannam, bei den Juden wird sie Scheol genannt – im Gegensatz zu Islam und Christentum versammeln sich hier aber nicht allein die Sünder, sondern sowohl die Seelen der Gerechten als auch der Ungerechten.

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Zwischen kulturellem Gedächtnis und literarischer Fiktion – Slawische Mythen in der zeitgenössischen polnischen Literatur, Teil 2

Ein weiterer Roman [Szczepan] Twardochs, Cholod (im polnischen Original geht der Titel auf das russische Wort für „Kälte“ zurück) trägt den deutschen Übersetzungstitel „Kälte“ (2024): „Cholod, weil es kalt ist!“ Und „Kälte“ steht auch als Metapher“ für geistige Kälte und Gefühllosigkeit. In Twardochs Buch haben wir es zunächst mit einer fiktiven Reise nach Spitzbergen in eine ehemalige Bergarbeiterstadt zu tun.

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Zwischen kulturellem Gedächtnis und literarischer Fiktion – Slawische Mythen in der zeitgenössischen polnischen Literatur, Teil 1

Allgemeinslawische, nationale wie auch regionale Mythen sind in der zeitgenössischen polnischen Literatur von großer Bedeutung, die zunehmend und auf unterschiedliche Art und Weise ins kulturelle Gedächtnis zurückgerufen werden. Sie veranschaulichen ein fast ununterbrochenes Suchen nach einer zum größten Teil untergegangenen, verdrängten, vergessenen Kultur und Religion vor der „Taufe“ Polens im Jahre 966. Zu unterscheiden ist dabei zwischen einer im Wachsen begriffenen neuheidnischen (neo-paganistischen) Bewegung und einem zunehmenden Interesse für europäische und slawische Mythologie in der Literatur, u.a. als ein „ureigenes Anliegen“ verstanden. Nicht nur in Polen gibt es eine reiche wissenschaftliche und populärwissenschaftliche Literatur zum Thema Mythen und Mythologie. Verwiesen sei an dieser Stelle lediglich auf eine neue Veröffentlichung über slawische Mythologie und Folklore, die folgenden Titel trägt: The End of The Sun – Eine magische Reise durch die altslawische Folklore (2025) von André Savetier.[1]

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Mythisch Wandern: Zu Besuch bei Beelzebub

Ein harmlos dreinschauender Pfad. Bäume. Sträucher. Moos. Vogelzwitschern. Sonnenschein. Und plötzlich ein Durchgang. Treppen. Und man ist umgeben von Fels. Tief durchatmen. Das Licht verfängt sich in grünen Blättern, und dazwischen tanzen Insekten und Blütenstaub Ringelreihen wie Elfen. Oder ist es der getarnte Atem nächtlicher Geisterexzesse, der verirrte Wanderer mit verträumter Unschuld täuscht? Alles scheint möglich in der Teufelskammer. Alles?

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