Pop-Stars der Jahrhunderte – Heute: John Lennon

ALL YOU NEED IS LOVE. IMAGINE. STRAWBERRY FIELDS FOREVER. NUTOPIA.

Über John Lennon ist in den vergangenen mehr als sechs Jahrzehnten eine kaum mehr zu überblickende Text-, Bild- und Klangmenge produziert worden. Biographien, musikwissenschaftliche Analysen, zeitgeschichtliche Einordnungen, hagiographische Annäherungen und kritische Demontagen stehen nebeneinander. Anders als in meinem ersten Beitrag zu Paul Gerhardt darf ich daher voraussetzen, dass die Figur John Lennon der überwiegenden Zahl der Leserinnen und Leser bekannt ist. Allen, die nach Lennons Tod geboren sind oder auch nur wie ich nach der BEATLE-Mania aufwuchsen, empfehle ich den Mut, weiterzulesen. Das Problem ist hier nicht Unkenntnis, sondern Überkenntnis. Wer über Lennon schreibt, schreibt immer schon gegen einen übermächtigen Deutungskorpus an. Und das Thema „John Winston Ono Lennon“ ist so groß, dass ich vor Ehrfurcht erstarren kann, ohne ein Wort über ihn zu schreiben.

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Pop-Stars der Jahrhunderte – Heute: Paul Gerhardt

Ein MYTHO-Blog auf den Spuren eines Musikers, den kaum einer kennt, aber dessen Lieder oft gesungen werden

Paul wer? Nie gehört? Und dennoch Lieder von ihm gesungen?

„Paul Gerhardt“ klingt vielleicht nach einem deutschen oder holländischen DJ.
Ist er aber nicht. Er ist auch kein Schlagerstar. Woher also soll er bekannt sein?

Ich wage die Behauptung: Seine Lieder werden von Millionen Menschen gesungen oder zumindest gekannt – ohne dass die meisten wissen, wer sie geschrieben hat. Genau jener Paul Gerhardt nämlich.

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Mythos Marlene (Dietrich).  Der Weltstar und Polen 2

Von der Magie der Musik ohne Worte

Die Magie der wahren Musik braucht der Worte nicht, sie beruht vielmehr auf der Fähigkeit, Emotionen direkt zu übertragen, ohne die Sprache dabei unmittelbar bemühen zu müssen. Vielmehr scheint die Musik selbst eine Art universelle Sprache zu sein, sie überwindet Grenzen und findet bei ihren Zuhörern eine einzigartige Resonanz. Das trifft auch auf „The Magic of Marlene“ zu, auf die Magie ihrer Musik, die Magie ihrer Bilder, ihre Gestik, Mimik und Blicke. Ihre betonte „emotionale Intelligenz“, die sich zwischen bewusster „Zurückhaltung“ und gleichzeitig herausgestellter Ausdruckskraft ihrer Stimme bewegt, eben jener „besonderen Hauch“ der Dietrich, berührte ihre Zuhörer immer wieder. Das traf auch auf Polen zu, wo es ihr problemlos gelang, eine persönliche, geradezu intime Verbindung zu ihrem begeisterten Publikum herzustellen, ohne dass die Zuhörer ihre gesungenen Texte verstehen mussten. Und so sind die Konzerte von Marlene Dietrich in Polen als eine „unvergessliche Inszenierungen von Gefühlen“, als ergreifendes „gehörtes Fühlen“ in bleibender Erinnerung geblieben. Es war neben dem polnischen Film eben auch die polnische Musik, welche die Dietrich besonders schätzte, und das betraf bei Weitem nicht nur auf Chopin zu. So verehrte sie das legendäre polnischen Klavier-Duo Marek (Tomaszewski) und Vacek (Wacek Kisielewski) mit ihrem außergewöhnlichen Improvisationstalent. Marek und Vacek begleiteten Marlene Dietrich auf ihren Konzertreisen und unterstützte sie musikalisch bei ihren Auftritten. Diese Vorstellungen halfen den internationalen Ruf der beiden Künstler zu begründen, denen es mit großem Talent gelungen war, die „polnische Estradenmusik“ mit der großen klassischen Kunst zu vereinen.

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Mythos Marlene (Dietrich).  Der Weltstar und Polen 1

„Es ist so schwer eine lebende Legende zu sein. Immer auszusehen, wie die Menschen es erwarten, immer dreißig Jahre alt, das Publikum nie zu enttäuschen. Das ist so viel Arbeit. Auch wenn man jung ist übrigens, es ist dieselbe furchtbare Arbeit. Immer die Perücke und die Schminke und der Körper. Sie war diese Anstrengung einfach müde.“ (Maria Riva über ihre Mutter Marlene Dietrich)

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Hinter der Maske – Die vielen Gesichter des Phantoms der Oper

Die Pariser Oper in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Theater wird von einer schattenhaften Gestalt heimgesucht, welche das abergläubische Theatervolk „Das Phantom der Oper“ nennt. An diesem Punkt setzt das vermutlich erfolgreichste Musical aller Zeiten an.

Es erzählt die Geschichte der jungen Sängerin Christine Daaé, deren unsichtbarer Gesangslehrer, ihr „Engel der Muse“ (im Englischen Angel of Music), sich als das berühmt-berüchtigte Phantom der Oper entpuppt. Dieser ist jedoch weder unsichtbar noch körperlos, sondern ein geheimnisvoll maskierter Mann von musikalischem und technischem Genie. Und unsterblich in Christine Daaé verliebt. Als der junge Raoul, Vicomte de Chagny, ein Kindheitsfreund Christines, die Gönnerschaft für die Oper übernimmt, spitzt sich eine dramatische Dreiecksbeziehung zu, die nur tragisch enden kann. Ein bildgewaltiges Werk über Liebe, Hass und die Abgründe des Menschlichen.

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