Goethes „Faust“ im Pfingstgeflüster

Auch in diesem Jahr war der Arbeitskreis für Vergleichende Mthologie e. V. aktiv an der Gestaltung des Wave-Gotik-Treffens 2019 beteiligt – unser Thema: Die Angst vor der Sterblichkeit in Goethes „Faust“.

Sie ist der ursprüngliche Katalysator der zweiteiligen Tragödie um den rastlosen Gelehrten, welcher einen Pakt mit dem Teufel eingeht und diesen letztendlich übers Ohr haut. Zahllose Szenen und einzelne Zitate wurden von uns regelmäßig und herzhaft diskutiert, interpretiert, in Kontext gesetzt. „Faust I“ zählt zu meinen Lieblingsstücken, aber durch unser diesjähriges WGT-Projekt lernte ich das Drama noch einmal von einer anderen Seite kennen. Oder vielleicht einer neuen Ebene.

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Von Ende und Anfang: Mythische Gedanken zum Osterfest

Der Tod und die Auferstehung liegen nah beinander. Nachdem am Montag die Bilder der brennenden, nicht erst durch Victor Hugos Roman bekannten Kathedrale von Notre-Dame de Paris um die Welt gingen, deren steinernes Skelett – glaubt man den Berichten – beinahe nicht hätte gerettet werden können, wächst nun von Tag zu Tag die Hoffnung auf einen raschen Wiederaufbau. In fünf Jahren soll die Rekonstruktion abgeschlossen sein, geht es nach dem Willen der Offiziellen; Jahrzehnte wird es mindestens brauchen, dämpfen Experten die von Schock und Fassungslosigkeit überlagerte Euphorie. Wie lange die Erneuerung tatsächlich dauert, wird wieder einmal die Zeit zeigen. Es entbehrt allerdings nicht der Tragik, bedenkt man, dass das Unglück ausgerechnet vor Ostern, dem wichtigsten Fest der Christenheit, seinen Lauf genommen hat.

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